Lutz_ST5s Stromer ST5 mit Syno Drive Sport (Quick&Dirty)

Lutz_ST5 ist noch nicht lang dabei doch er hat bereits ordentlich Erfahrungswerte gesammelt und bringt Fotos und seine Motivation mit in den Blog ein. Darüber hinaus schildert er den Alltag als Radler der schnellen Gattung – vom Ampelsprint bis zum Wischwasserspritzen.

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Das Bike ist jetzt für mich das perfekte Alltagsbike, sehr schnell, komfortabel und vor allem sehr sicher.

„Ich habe mir über ein Jahr überlegt auf das Fahrrad umzusteigen und das ist dabei rausgekommen 😉 Jetzt muss ich das auch konsequent durchsetzen und auch durchhalten! Ich bin gewillt, solange zu fahren, wie es geht. Absolutes Schneetreiben sowie starkes Glatteis wären Gründe, nicht zu fahren.“

Nutzungsprofil: „Mein Fahrleistung im Monat liegt bei 1.000km+, davon sind 22,5km einfacher Arbeitsweg und der Rest alltägliches Leben.“

Das ST5 und die Anderen: Das Bike wirkt positiv auf die Umgebung. Es wird sehr sehr häufig angeschaut, wenn es steht. Gerade die männliche Spezies verdreht regelrecht ihren Hals, egal ob Anzugträger, Bauarbeiter oder irgendwas dazwischen.

Ungesehen kommt man nicht durch den Verkehr. Das war am Anfang sehr stark gewöhnungsbedürftig für mich. Ob per Auto, per Straßenbahn, per Bus oder zu Fuß – in der Stadt ist man auf einem ST5 immer eines Blickes wert.

Umbauten:So fing alles am 05.04.2019 an: Komplett jungfräulich 😀

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Dann kamen die ersten Veränderungen. Unbedingt zu nennen die Schutzblechverlängerungen am Vorderrad, damit kommt deutlich weniger Nässe und Schmutz hoch. Die gefederte Sattelstütze hatte ich bereits nach ein paar hundert Kilometer installiert, da es mir dann doch zu hart war bei hohem Tempo alles mit den Po auszugleichen ;-). Bei ca 700km kam der Brooks Sattel dazu und den gebe ich nicht mehr her – das sollte alles sagen, ein Traum 🙂

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Als nächstes kam der Gepäckträger, den ich nie haben wollte aber der letztendlich doch seine Berechtigung hat. Hier geht Funktion vor Optik, zumindest für mich. Zur Zeit nutze ich ihn wenig aber wenn ich ihn dann brauche ist er Gold wert.

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Die letzten Bilder sind bei Kilometerstand 6.100 entstanden und zeigen den letzten Ausbaustand an. Die Fedegabel habe ich bei 3.700km verbauen lassen und sie hat das ganze Verhalten vom Bike geändert. Sie trumpft überall da, wo keine Paradestraße ist. Auch diese würde ich nicht mehr hergeben!

Das Bike ist jetzt für mich das perfekte Alltagsbike, sehr schnell, komfortabel und vor allem sehr sicher. Es war das Bike was auch bei 45km/h absolut ruhig, fast stoisch die Spur hält. Das hatte kein an anderes Bike liefern können.

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Ich bin damit wirklich sehr sehr schnell unterwegs und es begeistert jeden Tag aufs neue und zaubert mir immer wieder ein Grinsen ins Gesicht. Da ist egal ob starker Wind oder Regen ist, wo andere schieben, sitze ich noch und fahre.

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Motor: In Sachen Beschleunigung gibt es nix, was besser is – in Sachen Fahrrad, eBike, S-Pedelec – zumindest ist mir nix untergekommen. Und versucht haben es wirklich alle und jeder! Sei es der getunte 25km/h Pedelecfahrer oder wirklich sehr ambitionierte Rennradfahrer, keiner hat es geschafft. Ein Rennradfahrer blieb eine Weile kämpferisch hinten dran, da zieh ich echt den Hut vor. Im Prinzip gehe ich aber Rennen mit Rennradfahrern aus den Weg, denn uns eint nur die Freude am schnellen fahren mit einem Fahrrad – jedoch auf völlig anderen Grundlagen.

Die Mopeds mit Versicherungskennzeichen haben keine Chance, in Beschleunigung und Endgeschwindigkeit, zumindest die mit den Grünen Kennzeichen und max. 45km/h oder 50km/h.

An der Ampel bin ich meist der schnellere und das macht sehr sehr viel Spaß, Autofahrer die sich ärgern, dass ein Fahrrad sie abhängt, erkennt man sehr schnell am Gejaule vom hochziehen der Gänge und das folgende Überholen mit überhöhter Geschwindigkeit.“

Reifen: Bei den Reifen merkt man, dass Pirelli auch im Motorsport tätig ist, sie kleben auf der Straße, und trotzdem haben sie keinen hohen Verschleiß. Es sind immer noch meine ersten Reifen.

Bei Starkregen und super glatten Teerstrassen haben sie eine kleine Schwäche und schwimmen dort leicht, so dass Geschwindigkeit um die 45km/h nicht mehr so lustig sind. Aber diesen Spagat bekommt sicher kein Sportreifen mit wenig Profil hin.“

Bremsen: Wer schnell fährt, muss auch schnell bremsen! Das klappt beim ST5 super! Vier Kolben und 203mm Bremsscheiben pro Achse sind da eine zuverlässige Bank. Wem das nicht reicht, kann noch die Motorbremse aktivieren, diese ist von 0-100% einstellbar. Durch leichtes Ziehen am Bremshebel wird diese dann aktiviert und funktioniert dann wie bei E-Auto bis zum kompletten Stillstand (dabei wird natürlich auch Energie zurück gewonnen). Manche haben somit gar keinen Verschleiß an der mechanischen Bremse.

Mechanische Bremse plus 100% Motorbremse plus Vollbremsung:
Fahrrad steht / Fahrer bewegt aber sich unter Umständen noch weiter 🙂 „

Darum ein S-Pedelec: „Ein S-Pedelec wählte ich aus dem einfachen Grund, weil es das Auto ersetzen soll. Die Anforderung war, mich gleichschnell oder ohne größeren Einbußen von A nach B zu bringen. Das wiederum klappt in der Stadt sehr sehr gut, bin immer und überall schneller da, damit hatte ich nicht so gerechnet. Aber ich wohne ja außerhalb, durchfahre noch ein Dorf bevor ich in einer großen sächsischen Stadt bin. Und mit dem S-Pedelec verliere ich nur knapp 7 Minuten und gewinne fast 15 Minuten in den besten Zeiten zum Auto, auf meinen Arbeitsweg. Mein Durchschnittstempo auf dem Arbeitsweg (40% Stadtnähe und 60% Stadt) sind 36km/h -40km/h, letzteres aber mit deutlichem Schwitzen!

Mit dem normalen Pedelec würde ich deutlich länger brauchen, das und keine ausreichende Akkuleistung waren die Gründe dagegen.

Alltag aus dem Leben eines S-Pedelec-Fahrers: „Das Miteinander in der Stadt ist manchmal sehr schlecht. In den Hauptverkehrszeiten werde ich schon geschnitten oder mit Wischwasser besprüht. Im dichten Verkehr wird auch das Kennzeichen von den Autofahrern überhaupt nicht akzeptiert, da muss ich dann auch manchmal einfach Radwege nutzen – zu meiner eigenen Sicherheit! Das klappt außerhalb der Stadt deutlich deutlich besser.

In der Stadt ist dann u.a. mit Abdrängen alles dabei. Insbesondere Linienbusse überholen dicht und bremsen einen 20m weiter an der nächsten Haltestelle wieder aus. Fernab der Hauptverkehrsstraßen geht es sehr gut und das Miteinander ist auch deutlich besser.“

Herzlichen Dank Lutz_ST5 für die spontanen Eindrücke, die du mir zugeschickt hast. In Summe ist daraus ein wirklich toller Artikel geworden. Wie andere S-Pedelecer auch lebst du dieses Verkehrsmittel regelrecht und jeder kann merken, dass du für das ST5 Feuer und Flamme bist. Mit deinem geschilderten Miteinander in der Stadt schilderst du dass tägliche Leben eines jeden 45er Radlers. Gut wenn es Nebenstraßen oder Ausweichstrecken gibt, im anderen Fall wird halt der Radweg genutzt – pragmatisch und risikominimierend. Und wird man doch mal von der Verkehrsüberwachung freundlich auf den Verstoß hingewiesen, hilft meist Einsicht und Demut, um schnell weiterzukommen. Weiterhin allzeit gute Fahrt Lutz_ST5!

[FOTOS: Lutz_ST5]

Stromer Motoren

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