Pedelecmonitor on Tour (4)

Osterferien – Reisezeit. Bella Italia, zum ersten mal mit den E-Bikes und der ganzen Familie in den Süden. Wie? Regen? Die ganze Woche? MIST! Dann geht’s eben in Richtung Augsburg zu einem unvergesslichen Treffen mit dem Betreiber der größten deutschen Social Media Pedelecgruppe – Marc Burger.

„[…] an einem „eigentlich Tag“ ist jegliche Planung sinnlos!“

Eigentlich will man ja mit dem Packen schon einen Tag vorher fertig sein und eigentlich will man ja am Abreisetag recht früh loskommen und ja eigentlich wollten wir zum Chiemsee – es läuft irgendwie alles schief an diesem Tag. Trödeln, Suchen, Diskutieren, es ist schon so spät, sodass nur noch der nächste See angesteuert werden kann – der AMMERSEE. Auf dem Weg liegt Augsburg, wo Marc Burger beheimatet ist, mal sehen, ob der nicht für ein kurzes Treffen Zeit hat. BINGO!

Wir sind sogar schon fast auf derselben Autobahn unterwegs und haben uns nach ein wenig Katz- und Mausspiel endlich auf eine Abfahrt als Treffpunkt einigen können. Verzögerungsstreifen, wir fahren voraus, bremsen .. TACK TACK TACK … was ist das? TACK TACK. Eine mattschwarze M12-Schraube ziert das Profil des rechten Vorderrades – was ein Tag, alles geht schief! Wenige Minuten später trifft Marc mit seinem Bus ein.

Ammersee_Karte.JPG

Nach einer kurzen, herzlichen Begrüßung und der Vorstellung aller Beteiligten entschließen wir uns, gemeinsam langsam bis zum Ammersee zu fahren und dort dann den Reifen zu wechseln. Marc war noch nie am Ammersee und ist ziemlich gespannt.

Auf der Autobahn fahren wir langsam in Kolonne … TACK TACK … vielleicht mit 80km/h … TACK TACK .. KNALL .. plötzlich kein Tack mehr, die Schraube ist weg, der Reifen verliert Luft – schei* Tag! Jetzt schnell von der Autobahn runter .. Marc hält uns den Rücken frei. Die Abfahrt mit einer Tankstelle kommt schon nach 500m. Der letzte Kreisverkehr wird auf der Felge fahrend gemeistert.

Schadensanalyse:

  • ein Reifen mit Loch
  • eine Felge ziemlich ramponiert
  • eine zersplitterte Frontscheibe .. WAS?

Nachdem wir die Schraube verloren hatten, hat sie Marc auf seiner Frontscheibe wiedergefunden, Glückspilz!

ammersee_marc_07.jpg

Das schreit geradezu nach einem gemeinsamen Bier, nach 20 Minuten rollen wir weiter in Richtung Ammersse und sind pünktlich mit dem Mondaufgang an der Seepromenade mit einem Radler in der Hand.

Es ist still, es ist nicht kalt und es ist genau der richtige Ort mit dem richtigen Ambiente, um die letzen zwei Stunden samt kommender Kosten zu vergessen! Bis 23 Uhr wird gefachsimpelt bevor die Müdigkeit voll zuschlägt.

Marc will eigentlich zurück nach Augsburg, doch was ich nach diesem langen Tag gelernt habe, ist, dass an einem „eigentlich Tag“ jegliche Planung sinnlos ist!

Und so klappt Marc die Sitze um und fällt müde in seinen Bus. Ich krauche in meine Schlafecke und bin sofort weg.

06:30 Uhr Sonnenaufgang, Stille, Alpenpanorama, keine einzige Welle auf dem See, Ruhe, einfach geil! Wir haben zufällig den besten Schlafplatz gefunden. Und auch der Osterhase war schon dort – genial!

Marc holt sein I:SY vom Fahrradträger und radelt zum Bäcker, danach läd er noch zum Kaffee ein. Die Kinder spielen auf dem Spielplatz. Das ist echter Urlaub!

Wir reden über I:SYs, Marken, Motoren, Motivationen … und das man solche spntanen Ausflüge mit Übernachtung im Bus viel viel öfter machen sollte.

Nach vielen Annekdoten und Gesprächen entscheiden wir uns, den sonnigen Tag zu nutzen und während Marc zurück nach Augsburg düst, machen wir uns an die Umrundung des Ammersees – wir scheitern, aber das ist eine andere Geschichte.

ammersee_alex_06.jpg

Vielen Dank Marc für deine Hilfe und tatkräftige Unterstützung. Wir wollten die Schraube wirklich nicht in deine Frontscheibe katapultieren – ich weiß, ich wiederhole mich. Uns allen hat es echt Spaß gemacht. Bis bald in Augsburg auf ein Radler im Biergarten – dann eher mit den Pedelecs, da kann weniger kaputtgehen!

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