Pannenschutz – Prävention für Bikes und Anhänger (Komponenten)

Dienstagmorgen, Beratungstermin in der Stadt, keine Lust auf Parkplatzsuche, ich bin per Pedelec und Kinderanhänger unterwegs, der nicht vorhandene Radweg führt an Glascontainern vorbei, danach geht es entlang eines … PFFFFF RLLLFF PFFFF … FLAP FLAP FLAP … FLAP … FLAP – Och NÖÖ!

Die Saison 2019 ist voll im Gange, in FB Gruppen fragen Biker oft nach Möglichkeiten, den Pannenschutz zu erhöhen. Es geht teuer, aber auch verdammt simpel.

„Du bist der Erste bei uns, der explizit nach diesem Produkt gefragt hat!“

Ja – auch dieser Blogartikel KANN als Werbung verstanden werden – oder aber einfach als Horizonterweiterung. Ich habe alle Produkte zum handelsüblichen Preis selbst erworben!

Da steht man nun weit weg von zu Hause und weit weg vom Beratungstermin ohne Werkzeug – per Schiebehilfe ging es langsam in die heimische Garage zurück. Zeit für Präventionsmaßnahmen in allen unseren Zweirädern, denn auf Dauer 8 Bikes und Anhänger flicken ist wirklich, wirklich aufwändig!

Der Markt bietet eine Vielzahl an hochinnovativen Möglichkeiten, die Pannensicherheit zu erhöhen:

  • Verstärkte Reifen (teuer)
  • Tubeless Konfigurationen (teuer, spezielle Felgen sind nötig)
  • Dichtmilch im Schlauch in Verbindung mit einer Luftpumpe oder CO2-Kartusche (meine Meinung: taugt nichts)
  • Druckdose zum Reifenaufpumpen mit Dichtwirkung (Reaktion statt Prävention)

Hochinnovativ und technisch anspruchsvoll gehen meist einher mit äußerst kostenintensiv.

Dabei ist eine Lösung so simpel wie auch günstig. Das Design der Verpackung erinnert stark an die 90er Jahre, ja irgendwie billig, wie ein Produkt aus einem 1 Euro Shop, doch bei dem geringen Preis und dem enormen Mehrwert ist mir das Verpackungsdesign absolut egal!

Es geht um AntiPlatt Einlagen, erhältlich für diverse Reifenbreiten in fast allen Fahrradläden. So ging ich in Stuttgart Vaihingen in die Speiche und verlangte einen neuen Schlauch und Antiplatt-Einlagen. Der Verkäufer schaut etwas verdutzt und meint nur, ich sei der erste, der explizit nach AntiPlatt fragt, sonst verkauft er diese sehr selten.

  • Kosten: 10-12 Euro
  • Felgengröße und Reifenbreite: Die Einlagen gibt es für verschiedene Reifenbreiten, erkennbar durch unterschiedliche Farben, Die Länge reicht für ein 29″ Laufrad
  • Montageaufwand: Einfach den defekten Schlauch flicken und die Einlagen zwischen Mantel und Schlauch legen, bei Bedarf etwas kürzen
  • Lebensdauer: Wenn man nicht grad in einem Schraubenwerk unterwegs ist, EWIG!

Einen Reifen zu flicken dauert länger, als mal eben die AntiPlatt Einlagen einzusetzen.

Nach 10 Minuten bin ich fertig, die Räder sind wieder am Croozer Anhänger montiert und das Werkzeug ist weggeräumt, ja echt, nur 10 Minuten!

Noch ein paar Fotos für Kritiker, die Einlagen schützen mich seit über 25.000km vor Dornen, spitzen Steinchen, Glasscherben, Nägeln … das geht nicht spurlos an den Reifen vorbei, doch der Schlauch ist immernoch dicht!

Risse, Löcher, Verschleiß bis aufs Gewebe – und dennoch jeden Tag über Schotterwege, entlang Dornen- und Brombeerhecken und vorbei an Glascontainern – NIX! GAR NIX! EINFACH GEIL!

[PEDELECMONITOR Ergänzung 12.04.2019: Ich möchte die o.g. Aussage zu Tubeless-Systemen berichtigen. Die meisten neuen Bikes besitzen bereits Felgen, die Tubeless Ready sind. Daher ist meine Behauptung der hohen Kosten schlichtweg falsch. Es ist die Handhabung mit der abdichtenden Flüssigkeit, die die Tubeless Konfigurationen für ungeübte kompliziert macht. Denn diese muss stets flüssig bleiben, damit sie im Falle von Rissen oder Löchern schnell und zuverlässig abdichten kann, damit ist also eine regelmäßige Wartung verbunden. Wer stetig zwischen Sommer- und Winterrädern auf seinem Pendelbike wechselt, wird das Gesabber beim Wechsel auch nicht sonderlich mögen. Mehr dazu gibt es im derzeit 90 Seiten starken Thread im Pedelecforum.]

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