Guenniwendes Trek Powerfly 8 LT PLUS mit Bosch CX (Quick&Dirty)

Guenniwende ist ein toller Facebookgruppen-Fund! Auf meine direkte Anfrage hin, ob er für den Pedelecmonitor irgendwann etwas zum Trek schreiben könnte, war seine Antwort: „Ich fang gleich an.“ – ein echter Macher! 12 Monate und 8.000km Erfahrung bringt er hier zu Papier.

„[…] es fährt sich einfach klasse, ich sitze perfekt […]. Ob Down- oder Uphill, das Teil macht ganz einfach einen Höllen Spaß.“

Facebookgruppen sind so eine Sache – wer ist Schwätzer, wer hat wichtige Infos und kann diese Belegen und wer hat wirklich Ahnung? Ich bin glücklich, an guenniwende geraten zu sein – mein Gefühl bei ihm ist, wenn er was anpackt, wird es durchgezogen bis zum Ende. Dafür sprechen die 8.000km in seinem ersten E-MTB Jahr – starke Leistung! Mir gefallen seine sehr authentischen Bilder – ein echter Biker der durch den Schlamm heizt und nicht außenrum tingelt. Alle Fotos stammen von guenniwende.

„Am Freitag den 13. Oktober 2017 durfte ich endlich mein lang ersehntes Pedelec, Trek Powerfly 8LT Plus, ein EMTB Fully, bei meinem Händler abholen. Hoffentlich kein schlechtes Zeichen, dachte ich mir. 😉

Mehr Informationen zu den Spezifikationen findest du hier (2018er Modell).

Nun, über 8.000 Km später, bin ich mir sicher, dass ich mit diesem Kauf nichts Falsches gemacht habe. Ich nutze das Bike sehr oft, um damit 16 Km zur Firma zu fahren. Wenn das Wetter passt, ich fahre auch im Winter, bewege ich das Bike auch unter der Woche, nach der Arbeit, um ein schönes Ründchen zu drehen. Jeden Sonntag um 10 Uhr geht`s bei Wind und Wetter mit meiner „Sonntagsfamilie“ in die Bergischen Büsche und Wälder, wo wir Touren zwischen 40 und 80 Km zurücklegen. Im Juli stand dann noch mein erster Alpencross an, in 6 Tagen von Pfunds (Österreich) bis zum Gardasee. 363 Km mit fast 11.000 Höhenmetern.

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Das Bike in wenigen Worten: Vorab, es fährt sich einfach klasse, ich sitze perfekt und fühle mich absolut sicher darauf. Ob Down- oder Uphill, das Teil macht ganz einfach einen Höllen Spaß.“

Veränderungen und Umbauten: „Ich finde, an ein Bike dieser Preisklasse (5299€) gehört eine 2-Kolben-Bremsanlage. Daher habe ich die Serien Shimano Bremse, gegen die Magura MT7 mit HC3 Hebeln und Hope Scheiben ausgetauscht. Weiter musste der Serien Sattel einem SQlab Ergowave 611 Active weichen, was meinem Hintern sehr gut tut.“

Motor: „Der Bosch Motor bekam dann auch schnell das Software Update, der Sport Modus wurde durch den EMTB Modus ersetzt. Dieser Modus reagiert auf Pedaldruck, dadurch kann man das Bike viel feinfühliger bewegen, besonders am Berg, wenn dort wieder angefahren werden muss. Ich bin nach wie vor begeistert von dem Bosch Antrieb.

Meines Erachtens hat der Motor ein Manko! Die Welle, die das (15er) Antriebsritzel aufnimmt, ist aus Aluminium gefertigt. Die Trek Ingenieure haben da auch ihren Teil dazu beigetragen, dass man recht teure Boost Antriebsritzel kaufen muss. Diese Ritzel haben eine Breite von 5 mm und sind 3 mm aus der Mitte. Ich habe mir daraufhin einen 3 mm breiten Ring gedreht und ein preisgünstiges Connex Ritzel gekauft, was zusammen wieder eine Breite von 5 mm ergibt. Leider hat das nicht lange gehalten. Die Alu Welle konnte den Kräften nicht standhalten und hat Schaden genommen. Also wieder zurück auf das Serien Ritzel.

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Den Motor hinter der Seitenabdeckung reinige ich in unregelmäßigen Abständen und erneuer dabei die Kunststoffabdeckung vor dem Lager, fleichzeitig fette das es ordentlich – dazu gibt es ja das BOSCH EBIKE SERVICE-KIT.

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Zur Reichweite kann ich nur sagen, ich komme so ca. 90 Km mit 1200 Höhenmetern weit, wenn ich sparsam mit der Akku Kapazität umgehe. Soll heißen, auf den Geraden und an leichten Steigungen, wird die Unterstützung auch mal ausgeschaltet.

Sonst ist mit der Bosch Antriebseinheit und dem Purion Display alles bestens.“

Dämpfer und Federung: „Über das 150 mm FOX Fahrwerk kann ich nur sagen, es funktioniert noch immer wie am ersten Tag. Ein wenig habe ich auch damit rumgespielt, da Trek dem Bike an der Sitzstrebe einen Flip Chip spendiert hat. Damit lässt sich die Geometrie ein wenig verändern, was den Lenkwinkel um ein halbes Grad flacher/steiler macht. Ich habe für mich die flache Einstellung als die bessere „erfahren“. Meiner Meinung nach arbeitet die Gabel noch ein wenig feinfühliger, beim Downhill hat man etwas mehr Sicherheit und die Steigfähigkeit hat darunter nicht gelitten.“

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Schaltung: „Zu der Shimano XT Schaltung muss ich ja wohl nichts sagen, sie funktioniert einfach topp und zuverlässig, wie man es schon Jahrzehntelang von der XT kennt. Nach ca. 2.000 – 2.500 Km ist eine neue Kette und Antriebsritzel erforderlich. Wenn man nur die Kette wechselt, wird sie beim pedalieren, vom verschlissenen Ritzel, hinten hochgezogen und verklemmt sich.

Bedingt Abhilfe, schafft da nur, den Shadow Plus Hebel am Schaltwerk, auf on/ein zu stellen. Das ist aber nur eine Notlösung. Die Kassette (11-46) musste bisher nur einmal erneuert werden.“

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Sattelstütze: „Auch die verbaute absenkbare Sattelstütze ist über jeden Zweifel erhaben, die Bedienung ist nach wie vor bestens und die Stütze bleibt auf jeder eingestellten Höhe sicher stehen.

Ach, fast vergessen, die Räder (2,8er Schwalbe Nobby Nic) wurden auf Tubeless umgebaut. Das verringert den Rollwiderstand und man kann mit noch weniger Druck (1,0 Bar) fahren. Was im rutschigen Gelände und im Winter ein sicheres Fahren ermöglicht, was Grip ohne Ende bedeutet! Mittlerweile bin ich so über 6.000 Km gefahren, ohne das geringste Problem.“

Fazit: „So, ich glaube das war`s auch schon und ja, ich würde dieses Bike immer wieder kaufen.“

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Vielen Dank guenniwende für diesen tollen Erfahrungsbericht. Ein jeder kann erkennen bzw. erlesen, dass du verdammt glücklich mit dem Trek bist, was gut war, wurde perfektioniert. Mit den 8.000km pro Jahr im Bergischen Land bei Hitze, Schlamm und Schnee fällst du eindeutig in die Kategorie „Echt heavy user“! Ich wünsche dir und deiner Familie noch viele tolle Touren und allzeit gute Fahrt!

Weitere Erfahrungsberichte – Echtes Biker Feedback!

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