Kokos Specialized Turbo S CE mit GoSwissDrive (10.000km+)

Koko (#246) hatte sein bildschönes Specialized mit knappen 2.500km registriert. Seitdem meldet er monatlich seine gefahrenen Kilometer. Während einige Melder ihre Ausfälle bzw. Probleme mit dem Bike mitteilten, gab Koko an, wann er selbst krankheitsbedingt ausgefallen ist – sein Bike? – war stets einsatzbereit! Nach über 11.111km folgt nun sein Statement, wie er zum Specialized kam und wie es die letzten 20 Monate lief.

Das Rad begeistert mich […] bis heute und ich würde es so jederzeit wieder kaufen.“

Der Weg zum S-Pedelec: „Nachdem mein „Bio“ Fahrrad seit der Jahrtausendwende ungenutzt im Keller stand bzw. immer noch steht und ich mich auch nicht motivieren konnte, dies zu ändern, hatte ich mir in 2015 bei diversen Radläden Pedelecs angesehen und war erstaunt über die aufgerufenen Preise und Lieferzeiten, sofern es denn überhaupt noch lieferbar war.

Informationen zu den Spezifikationen findest du hier.

Meine damaligen Preisvorstellungen für ein Pedelec passten so gar nicht zum Angebot und ich habe von einem Kauf Abstand genommen. Ein Jahr später bekam mein bis dahin für den Arbeitsweg genutzter 50 ccm Roller einen Ausfall nach dem nächsten und wurde in den „Ruhestand“ verabschiedet. 

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Ich habe mich dann gegen einen neuen Roller und auch gegen ein Zweitwagen entschieden und meine Besuche bei den Pedelec Händlern wieder aufgenommen. Ich bin dann zum ersten mal auch mit S-Pedelecs gefahren und die Entscheidung war schnell gefallen, dass es ein Specialized Turbo S CE 2016 in XL werden muss.“

Eindrücke zum Motor und zur Reichweite: „Ich fahre noch in der Gewichtsklasse Ü100, viel im Stadtgebiet und dem Umland auf hügeligen Strecken. Die hier vorhandenen Steigungen kann ich mit Motorunterstützung in der Regel mit >25 km/H fahren.

Der GO SwissDrive hat ausreichend Kraft. Die 45 km/H können auf ebener Strecke mit Hilfe der Turbo Stufe spielend leicht erreicht und gehalten werden. Allerdings mit einem entsprechenden Stromverbrauch. Ansonsten ist der Motor völlig unauffällig, sehr leise und macht was er soll.

Der im Rahmen integrierte und herausnehmbare Akku wird mit 691 Wh angegeben, nutzbar sind aber nur 645 Wh ( laut Mission Control App ). Den Akku kann ich bei voller Unterstützung in gut 30 km leer fahren. Bei 40% Unterstützung schaffe ich bis zu 60 km, dann sind die 45 km/h allerdings sehr schwer zu erreichen, aber auf kurzen Abschnitten noch möglich. 

Mit 30% Motorunterstützung liegen meine Geschwindigkeiten zwischen 30 und 35 km/h. Bei 10% bzw. 20% Unterstützung ist die Geschwindigkeit mit einem 25iger Pedelec vergleichbar. Der „Spassfaktor“ sinkt unter 40 % Unterstützung aber erheblich.

Meinen Arbeitsweg fahre ich mit der maximalen Unterstützung, die Freizeitfahrten auch mal mit 30% oder 40% Unterstützung.

Der Stromverbrauch ist schon recht hoch, ich habe aber auch nicht den Anspruch mit möglichst wenig Unterstützung mein Ziel zu erreichen. 

  • Akku 1 bei 3100 km +X km 100 volle Ladezyklen ≈ 20 Wh pro km
  • Akku 2 bei 7330 km 180 volle Ladezyklen ≈ 16 Wh pro km
  • Akku 3  bei 685  km  35 volle Ladezyklen ≈ 20 Wh pro km ( 400 Wh Akku) „

Display und App: „Das Display ist sehr minimalistisch gehalten und die Displaybeleuchtung ist auch recht sparsam. Ich habe mir die Mission Control App runter geladen und steuere die Fahreinstellungen überwiegend übers Handy, da dies einfacher und übersichtlicher ist. Zusätzlich kann mann die App zum Navigieren nutzen und die Fahrten aufzeichnen.

„Im ersten Jahr bin ich fast ausschließlich zur Arbeit gependelt und hatte eine überschaubare Kilometer-Leistung. Im zweiten Jahr wurden die Einsätze mit einem zweiten Akku dann immer mehr und auch länger.

Das Rad wird ganzjährig auch bei Regen und Schnee gefahren und hat bis heute keine größeren Probleme gemacht.

Einige kleinere Defekte gab es dann aber doch, diese führten aber nie zum Totalausfall sodass die Fahrten immer fortgeführt werden konnten. 

  • In den ersten 3 Monaten setzte sich regelmäßig der Gesamt-Kilometerstand auf 0 zurück. Dies wurde mit einem Softwareupdate behoben. Die tatsächlich gefahrenen km sind daher noch etwas mehr als hier angegeben. 246_Koko_16
  • Beim Schalten auf das 11er Ritzel sprang die Kette öfters vom vorderen Kettenblatt ab. Hier wurde  das vorhandene Kettenblatt gegen ein Narrow Wide Kettenblatt auf Garantie ersetzt.
  • Bei ca. 3.000 Km hatten sich die Ritzel der Kassette gelockert und mussten nachgezogen werden.246_Koko_12
  • Nach ca. 100 vollen Ladezyklen traten Fehlermeldungen in der App jeweils am Ende des Ladevorganges auf. Der Akku war noch voll funktionsfähig, wurde aber vorsorglich im Rahmen der Gewährleistung getauscht.
  • Ein Ausfall der Display Beleuchtung, wurde ebenfalls im Rahmen der Gewährleistung ersetzt.
  • Das Kettenschloss hatte sich bei ca. 8.000 km bei einer Berganfahrt verabschiedet. Die Kette wurde eingesammelt, mit 20 km/H Daumengas zum nächstgelegenen Händler gerollt und ein neues Kettenschloss eingesetzt. ( Ein  Ersatz Kettenschloss klebt ab jetzt unter dem Sattel)
  • Am Hinterrad kam es nach ca. 9.000 km zu einer Unwucht, hervorgerufen durch Delamination zwischen der Gummi- und der inneren Textilschicht in dem Bereich, wo der Mantel in die Felge einläuft. ( Reifendruck war immer zwischen 5,5 und 6,5 Bar ). Der Mantel wurde auf Kulanz ersetzt.
  • Das hintere Curana Schutzblech wurde nach einem Bruch durch zu viele Vibrationen auf schlechten Straßenbelägen ersetzt.
  • Des weiteren wurden nach 9.000 km beide Bremsscheiben ersetzt.
  • Die Bremsbeläge habe ich vorne und hinten bei 10.000 km das siebte mal erneuert. Ich glaube, ich bremse zu viel.

     

  • Die Pedale waren ausgeschlagen und wurden ersetzt.
  • Das 10er und 11er Ritzel sowie die Kette waren verschlissen und mussten ersetzt werden.
  • Nach nunmehr 11.111 Km muss das Kurbel Innenlager in den nächsten Tagen wohl noch gewechselt werden.

    „Sehr Positiv >>> Obwohl ich über unzählige Scherben, Schlaglöcher, Gullideckel, Holperstrecken und auch im Winter recht zügig gefahren bin, gab es über die gesamte Zeit keinen Sturz / Unfall, Platten oder Speichenbruch. Das Reifenprofil des Specialized Nimbus Armadillo Reifen ist am Vorderreifen nach mittlerweile über 11.000 km kaum abgefahren und sieht noch aus wie neu. Für den beschädigten und bei 9.000 km gewechselten Mantel des Hinterrades gilt das gleiche.

    Wer sein S-Pedelec StVO konform auf der Fahrbahn bewegen möchte, muss sich allerdings auf sehr viel Unverständnis, Unkenntnis und Unaufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer einstellen. (Anmerkung Pedelecmonitor: Vergleich Artikel von Speedpedelecbiker)

    Trotz in etwa gleicher Geschwindigkeiten wurde ich mit meinem damaligen Roller weit weniger gefährdet, genötigt, beleidigt, …
    Diskussionen beim nächsten Ampelstopp führen in der Regel zu nichts.

    Fazit: Das Rad begeistert mich trotz allem bis heute und ich würde es so jederzeit wieder kaufen, leider hat Specialized das Turbo S CE aus dem Programm genommen und gegen das Vado mit Mittelmotor ersetzt. Bleibt also abzuwarten wie sich das in den nächsten Jahren auf benötigte Ersatzteile auswirkt.“

    Vielen Dank Koko für die tollen Fotos und den sehr informativen Artikel. Du hast deine monatliche Fahrleistung ganz enorm gesteigert! Von ca. 380km im August 2017 auf über 1.500km im Mai 2018 – eine wirklich starke Leistung! Die Freude und Begeisterung am Fahren mit dem Turbo S kann man gar nicht besser rüberbringen – ich drücke dir die Daumen, dass du bald dein Ziel erreichst und von Ü100 auf U100 kommst. Allzeit gute Fahrt!

    Alle Kilometerstände der GoSwiss Drive Motoren

    Weitere Erfahrungsberichte:

    (430)_Quick+Dirty_A2BShime_TDCM(36)_10.000km+_BullsGreenMoverSportslite_GoSwissDrive(NO)_Quick+Dirty_YoumoOneX500_Goswissdrive

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