Rolles Cube Stereo Hybrid HPA 140 Race mit Bosch CX (Quick&Dirty)

Rolle (#78) ist seit Ende 2016 dabei und hat bereits einen Artikel über die Ice Spiker Pro beigetragen. Hier nun sein Erfahrungsbericht zu seinem 27.5er Fully von 2016 mit 140mm Federweg – ausnahmsweise liegt der Fokus mal nicht auf der täglichen Pendelei.

„E-MTB – nie mehr ohne!“

Was ich will: Mein Nutzungsprofil ist nicht der tägliche Weg zur Arbeit, es ist der Spaß und der Ausgleich in der Natur!
Mein Einsatzgebiet ist durch die Berge, über Waldwege, Single Trails manchmal Tourenfahren, ein Allrounder war gesucht.

Darum ein Fully: Das Cube Stereo Hybrid 140 hpa 500 Race mit 27,5 er Rädern ist wie gemacht für dieses Einsatzgebiet. Die Qualität sowie die Komponenten sind absolut Spitze für dieses Preis-Leistungs-Verhältnis. Es ist zwar kein Enduro, aber es steckt auch 1m hohe Sprünge locker weg. Auf Single Trails ist es ausgewogen und sehr handlich.

Mehr Infos zu den Spezifikationen findest du hier.

Bei meiner Größe von 1,75m wurde mir logischer weise ein 18“ Fahrrad empfohlen. Aus den Erfahrungen der  Vergangenheit wählte ich jedoch ein 20“ Fahrrad, wohlwissend das ein andrerer Vorbau von mir dran kommt.

  • Vorbau 35° und so kurz wie möglich, somit war eine um 2-3 cm aufrechtere Sitzposition möglich. Dies ist für mich alltersbedingt ein sehr guter Kompromiss. Somit erlangte ich das Quentchen Komfort. Der Nachteil ist evtl. die etwas entlastete Front, dies kann man aber sehr gut kompensieren durch eine (falls nötig) etwas agressivere Haltung.
  • Ebenso habe ich dieses Ding von Sattel durch einen SQLab 611 ersetzt, auf die Breite meiner Sitzknochen abgestimmt. Welch eine Wohltat für meinen Hintern! 
  • Der Zephal Fender rundet für die nasse Jahreszeit das Gesamtpacket Komfort ab.
  • Eine gute Beleuchtung an der Front und fertig, für alle Abenteuer im Schwarzwald.

Bei mir beginnt direkt hinter der Haustür der Spaß in den Bergen, mehr oder weniger gute Waldwege und Single Trails.

Verschleiß: Die bisher gefahrenen 1.900km sind eher mal 3 zu nehmen. Das ist an den Bremsbelägen, den Reifen und der Kette auch zu sehen. Weniger km dafür aber sehr intensiv! Meistens fahre ich nach Feierabend. Der Verschleiß ist an den Bauteilen nicht sonderlich hoch, gemessen an der Nutzung.

  • Die Bremsbeläge der sehr guten Shimano BR-M8000 sind nach spätestens 1.200 km platt.
  • Der Reifen Hinten ist nach 1.500 km ca. zweidrittel abgefahren.
  • Die Kette wird auch bei 2.000 km getauscht.
  • Defekte bisher: KEINE

Einstellung und Feinjustierung: Die Dämpfer wurden jetzt bei den Minusgraden etwas weicher gestellt. Der Reifenluftdruck ist meistens bei ca. 1,8-2,0 bar. Den Akku pflege ich lediglich damit, dass er im Winter erst kurz vor dem losfahren eingesetzt wird, damit er möglichst beim losfahren Zimmertemperatur hat. Somit ist bei mir bisher bei -5 bis -10°C lediglich ein Kapazitätsverlust von ca. 10-15% feststellbar. Wird an einer Waldschänke halt gemacht, so nehme ich den  Akku mit in`s Warme.

Die Akkukapazität an einem E-MTB ist ja auch das Manko. Ich kann mit den Reichweiten anderer Normalfahrer nicht mithalten. Bei mir geht es häufig gleich volles Rohr im Sportmodus den Berg rauf. Dabei lasse ich micht nicht vom Bike tragen, im Gegenteil, ich liebe es nun mal den Berg hoch zu sausen. Häufig werden 700-800 Hm in weniger als einer Stunde gefahren (bei Durchschnitt 18km/h Plus) und die Wege sind hier mit gelegentlichen  „Uphill“ Trails versehen. Somit erreiche ich den höchsten Punkt mit nur noch einer Restladung von max. 2 Strichen (angezeigt wird dann „Restweite ca. 14km“).

Anschließendes Bergabfahren und über Straßen in der Ebene reicht das in der Regel für mindestens nocheinmal 30-40 km.

Zum Vergleich mit zwei Normal MTB Fahrern auf der Schwender Rund mit ECO- oder gelegentlichem TOUR-MODUS war nach 35km bei ca. 600 Hm immer noch eine Restladung von 3 Strichen vorhanden. Ich hätte die Strecke also fast nocheinmal fahren können.

Fazit: E-MTB – nie mehr ohne!

Jedoch gibt es auch ein Manko, man muss lernen, nicht im SPORT-MODUS wie ein Irrer die Berge hochzujagen. Die Kapazität der Akkus ist nicht ausreichend genug, um hier mit Dauergeschwindigkeiten deutlich über 20 bis zu 25 km/h die Steigungen im POWER-MODUS hochzujagen. Im TOUR- oder gelegentlichem SPORT-MODUS kommt man schon sehr weit.

Wünsche für die Zukunft der Antriebe: Eine Rekuperation beim Bergabfahren per Bremse? Dies ist bei längeren Berabfahrten evtl. eine weitere Option, die Reichweite um ein paar % zu erhöhen. Rechnet man die Zeit der Abfahrt so würde sich ein Nachladen während des Bremsens wohl eher nicht lohnen. Gemessen an dem notwendigen Aufwand und Gewicht fällt diese Option eher flach.

Beim Bosch CX Antrieb sind ohne Motorunterstützung deutliche Reibungsverluste zu spüren. Ein richtiger Freilauf bei Geschwindigkeiten über 25 km/h wäre sehr gut. Ein  trainierter Fahrer fährt in der Ebene eh über die 25 km/h raus und dort tut er sich dann unnötig schwer.

Bin gespannt auf die neuen 21700 Zellen, die hoffentlich bald in 2018 auf den Markt kommen und würde mir wünschen, dass Bosch diese in ein neues „Powerpack 800“ (Name von mir so angenommen) einbaut.

Die bisherigen 18650 Zellen sind gut, aber für Alpine Touren reichen diese nicht für mehr als 1.000 Hm, bei Akku schonender fahrweise. Das „Powerpack 800“ sollte dann nur lediglich geringfügig größer werden und in die bisherige Halterung passen. Dies wäre mein Wunsch für 2018!

Rolles Artikel: Im Winter bei Vollmond …

Vielen Dank Rolle für deinen Erfahrungsbericht zum 140er von 2016. Da ich auch mal eine Runde fahren durfte, muss ich sagen, dass dir die Abstimmung wirklich gut gelungen ist. Die Bremsen sind ebenfalls top, für mich die neue Mindestausstattung!

Allerdings investiere ich ca. 99% weniger Pflege in mein Bike, da könnte ich mir duchaus noch 2-3% von dir abschneiden! Ich nehme mir fest vor, in 2018 mal eine Tour mit dir im Schwarzwald zu machen, auch wenn ich nur mit meinem Hardtail antreten kann.

Rolle ich wünsche dir weiterhin viele spannende Höhenmeter bei Schnee und sonnigem Wetter – allzeit gute Fahrt!

Alle Kilometerstände der Bosch Motoren

Weitere Erfahrungsberichte (Quick&Dirty und 10.000km+):
Cube Stereo Hybrid 120 Race (2016) mit Bosch CX
Cube Reaction Hybrid SL (2017) mit Bosch CX

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4 Gedanken zu “Rolles Cube Stereo Hybrid HPA 140 Race mit Bosch CX (Quick&Dirty)

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