Pedaltreters Giant Explore E+1 LTD 2016 mit Yamaha PW (Quick&Dirty)

Pedaltreter (#420) ist erst vor wenigen Tagen im Dezember 2017 Melder geworden. Weniger Auto, mehr Bike – so sein Grundgedanke, wenn da mal nicht der innere Schweinehund wäre. Sein persönliches Fazit nach dem ersten Jahr …

„Das Auto hat an Bedeutung verloren.“

Warum Giant? Nach einigen Probefahrten, mit ganz unterschiedlichen, aber mir immer zu teuren Bikes, bin ich im Dezember 2016 auf das Giant Explore E+1 LTD gestoßen. Bei Giant stand gerade der Modellwechsel zu integrierten Akkus an, da hat dann plötzlich alles gepasst, der (500€ heruntergesetzte) Preis und das Bike. Draufgesetzt, saß wie angegossen, eine Runde gedreht und gekauft.

Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier.

Die Überführung aus Kiel habe ich gleich auf eigener Achse, bei strahlendem Sonnenschein und leichten Minusgraden absolviert. Schon gleich zeigte sich das Potenzial des Pedelecs. Brauchte ich für die gleiche Strecke (40 km) mit meinem Trekkingrad etwa 2 Stunden, war ich nun nach 1,5 Stunden zu Hause. Das ließ hoffen, war der Ursprungsgedanke doch, eine Alternative zum Auto für den täglichen Arbeitsweg (je 18km) zu schaffen. Die persönliche Zeitgrenze sollte bei 45min liegen, das wäre etwa der Faktor 2 zum Auto.

Doch es dauerte noch bis März, bis der innere Schweinehund weichgeklopft war und ich regelmäßig mit dem Giant zur Arbeit geradelt bin.

Nun am Ende des Arbeitsjahres kann sich die Bilanz (ab März) durchaus sehen lassen: 117 Tage bin ich mit dem Rad gefahren und nur 59 Tage mit dem Auto … und die Zeitgrenze ist tatsächlich einzuhalten.

Nur die ganz furchtbaren Regentage im November haben mich vom Radeln abhalten können.

Zum Rad selbst: Ohne Unmengen an Testberichten zu verschlingen, habe ich mich für das Giant entschieden, weil:

  • mir das Bike gut gefällt,
  • der Yamaha Motor kein Neuling auf dem Markt war,
  • eine 9 Gang Kettenschaltung völlig ausreichend ist (für uns Flachländler),
  • die sonstige Ausstattung mir mit Tektro Scheibenbremsen und Schwalbe Bereifung ganz anständig erschien.

Soweit haben sich diese Annahmen bestätigt, einzig Kette und Kassette musste ich nach 2.700km tauschen. Die Abstufung habe ich nun enger gewählt, 11 zu 34 habe ich in 11 zu 25 getauscht, das hat sich deutlich positiv auf die nutzbare Gangzahl ausgewirkt.

Meine sonst übliche, eher geringe Kadenz musste ich deutlich nach oben anpassen, das spart Akkukapazität und ist wohl auch besser für die Gelenke.

420_pedaltreter_02

Im Allgemeinen schaffe ich 2 Tage mit einer Akkuladung (gut 400 Wh), allerdings bricht die Kapazität bei geringen Außentemperaturen deutlich ein, so dass ich im Winter doch jeden Tag lade.

Die Reichweite schwankt daher sehr stark, abhängig von

  1. Gegenwind,
  2. Temperatur und
  3. eigener Leistungsbereitschaft.

Wenn es wirklich gut läuft, brauche ich für einen Kilometer deutlich weniger als 1 % Kapazität, dann wären theoretisch gute 100 km drin, bei frostigen Temperaturen können aber auch nach einem Kilometer fast 1,6 % Kapa verbraucht sein, dann können 50 km schon knapp werden, weiß ich deshalb so genau, weil ich über jeden Ladevorgang, mit gefahrener Strecke, Restkapa und verbrauchtem Ladestrom Buch führe.

Ich fahre möglichst an die 25km/h, also am Ende der Unterstützung, das liegt dann noch unterhalb des Schwitzbereichs.

420_pedaltreter_03

Fazit: Zum Ende des Jahres habe ich das Rad mit nun gut 4.500 km Laufleistung in die Inspektion gegeben und freue mich auf die nächste Saison.

Das Giant Explore E+1 GTS wurde Testsieger der Kategorie „Easy“ im ExtraEnergy Yearbook 2015 – Link und im ExtraEnergy Yearbook 2016 – Link.

Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht und die Fotos Pedaltreter! Eine wirklich starke Leistung trotz doppelter Pendelzeit so oft aufs Auto zu verzichten und per Pedelec zu radeln – adé innerer Schweinehund! An eine Verringerung der Spreizung auf 11-25 ist hier im Südwesten nicht zu denken – in deinem Fall aber durchaus logisch. Ich freue mich auf deinen 10.000km+ Bericht im Dezember 2018, bis dahin allzeit gute Fahrt!

Aktuelle Kilometerstände der Yamaha Motoren

Weitere Quick&Dirty Erfahrungsberichte:
Giant Explore E+0 (2017) mit Yamaha PW
Giant Quick-E+ (US 2017) mit Yamaha PW (englisch)
Giant Dirt-E+1 (2017) mit Yamaha PW

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