Allkurradlers Wheeler E-Eagle Speed mit BionX-D (10.000km+)

Allkurradler (#272) ist seit September 2016 dabei. Das richtige S-Pedelec finden – keine einfache Aufgabe! Seine Gedanken dazu und seine zahlreichen im Pedelecforum geposteten Erfahrungen der letzten 13.000km zusammengefasst zum Nachlesen, ein Schweizer Allwetter-Fahrer und sein S-Pedelec.

„Ich habe festgestellt, dass es ein S-Pedelec sein muss! Und der BionX D-Motor macht einfach Spaß!“

Kaufen? Oder doch erst Testen? Der Weg zum Wheeler!

Juni 2015: Mist, ich war spät dran. Ein Arbeitskollege lieh mir kurzerhand sein mit Bosch Motor angetriebenes S-Pedelec. Danach war ich von dieser schnellen Art der Fortbewegung so angetan, dass ich […] nach der schnellsten Route von meinem Wohnort zur Arbeitsstelle suchte – etwa 25km mit 500hm pro Richtung! Mit einem 25er Schnitt sollte das ja in einer Stunde machbar sein – mit einem S-Pedelec eventuell sogar schneller […]!

Der tägliche Arbeitsweg – die Optionen:

  • Auto: in 25-30 Minuten machbar doch ich entschied mich gegen den Zweitwagen
  • Rad – Bahn – Bus – Fußweg: – insgesamt über eine Stunde pro Richtung
  • Inlineskates und Bahn: die Reisezeit war damit noch länger aber etwas Sport hatte ich dann bereits vorher schon getan 😉 jedoch nur im Sommer möglich!
  • Pedelec: ca. eine Stunde, mit dem S-Pedelec noch schneller

Nach einigem lesen im Pedelecforum, war mein Interesse am BionX D-Motor bereits recht gross. Die Möglichkeit mittels Rekuperation einen Teil der Bremsenergie zurückzugewinnen, und dabei noch etwas die Bremsen zu schonen, hat mich sofort interessiert.

Juli 2015 war ich beim Fahrradhändler in meinem Wohnort um mal eine Probefahrt zu machen. Er hatte leider nur ein E-Protron in der 25km/h Version im Laden stehen [..]. Nach ein paar kurzen Steigungen die denjenigen auf meinem Arbeitsweg ähnlich sind, habe ich festgestellt, das es für mich ein S-Pedelec sein muss. Ich war ständig an der 25km/h Abregelgrenze und fand das etwas besch…eiden!

Nun wollte ich das Wheeler E-Eagle Speed probefahren, doch Wheeler hat anscheinend zu wenig davon produziert, denn ich fand in der gesamten Schweiz keines mehr in meiner Rahmengrösse.

Anfang August 2015 ging es zum ersten Mal mit dem S-Pedelec zur Arbeit.
Ich lieh mir für einen Tag ein VEO Sport mit GoSwiss Drive (kleiner lokaler Hersteller im Raum Basel) und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33km/h benötigte ich nur 44 Minuten bis zur Arbeit, die Zeit fürs Duschen kam noch dazu aber ich war immer noch schneller als mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Auch mit einem Cresta mit Bosch fuhr ich meinen Arbeitsweg in beide Richtungen. An grösseren Steigungen war damit ein gemütlicheres “hochkurbeln” möglich, aber beim Runterschalten ging auch immer der Schwung verloren.

Überraschend hat mir ein langjähriger BionX Fahrer, den ich im Forum kennenlernte, sein E-Eagle Speed für eine ganze Woche geliehen. Hier findest du seinen Langzeit-Test! (Anmerkung Juni 2018: Der Langzeit-Test ist nun leider OFFLINE)

Die nächsten Tage konnte ich dann mit dem E-Eagle Speed fahren und spürte das der BionX D noch etwas stärker war als der GoSwissDrive, und vor allem die Bremswirkung der Rekuperation um einiges stärker ist. Ich bevorzuge daher für die kurzen und knackigen Steigungen meines Arbeitswegs den kräftigen D-Motor, der lässt sich mit genügend Eigenleistung recht zügig hochjagen.

Also bestellte ich im November 2015 bei meinem Wheeler Händler im Wohnort ein E-Eagle Speed 2016 und versuchte die Wartezeit mit der Suche nach einer besseren Beleuchtung und anderem nützlichen Zubehör zu überbrücken. Die Entscheidung zwischen

  • Supernova M99 pure oder
  • die BUMM IQ-X

wurde mir abgenommen – die M99 kam schneller auf den Markt.

Es geht los – mit dem E-Eagle Speed zur Arbeit!
Kurz nach meinem 40igsten Geburtstag stand mein Bike beim Händler. Seit Mai 2016 fahre ich jetzt wenn immer möglich mit meinem E-Eagle Speed zur Arbeit.

Zwischendurch musste ich mal darauf verzichten weil eine gebrochene Speiche getauscht werden musste, seit mein Händler das Rad selber neu eingespeicht hat halten die Speichen aber länger.

Bei etwa 4.400km hatte ich einen platten Vorderreifen, da hätte ich besser nicht auf den Pannenschutz von Continental vertraut. Seither habe ich immer Flickzeug und einen Ersatzschlauch dabei.

Nach etwas über 6.900km ist mir das Kettenschloss gerissen als ich Berg voll in die Pedale getreten habe um anzufahren, da hätte ich besser den Motor voll unterstützen lassen. Die Kette war aber noch nicht verschlissen und wurde mit einem neuen Kettenschloss repariert. Kettennietwerkzeug und Ersatzkettenschloss sind jetzt auch immer dabei.

Bei knapp 7.000km habe ich kleine Risse in der Felge vom Hinterrad festgestellt, es dauerte einige Zeit bis mein Händler eine neue Felge und die passenden Speichen hatte (ich wollte etwas stabileres als Original). Leider wurde der Motor nach dem Felgentausch mit zunehmender Temperatur immer lauter und ich dachte schon es geht zu Ende damit.

Nach einigen Besuchen bei meinem Händler tauschte er nochmals die Felge und verbaute eine Original BionX Felge mit seitlich versetzten Speichenlöchern (die DT-Swiss war mittig eingespeicht) und siehe da, keine komischen Geräusche mehr. Es scheint nicht ganz einfach zu sein den BionX Motor richtig einzuspeichen, die Speichen dürfen nicht einseitig auf das Motorgehäuse drücken.

Aber abgesehen von diesen Zwischenfällen macht der D-Motor einfach Spass.

 

In Stufe 3 oder 4 kommt man sehr zügig auf die versprochenen 45km/h und kann die auch gut halten. Natürlich wird es an Steigungen oder bei starkem Gegenwind etwas langsamer, aber immer noch recht zügig.

Die Rekuperation schont vor allem die Bremsbeläge, bei der typischen S-Pedelec Fahrweise in den oberen Unterstützungsstufen ist die Energierückgewinnung nicht sehr gross. Man kann aber mit dem Bike auch sparsamer fahren und wenn man möchte sogar mit vollerem Akku ankommen, als man losgefahren ist.

Ich mache dies nun seit über einer Woche ohne den Akku am Ladegerät zu laden. Und trotzdem ist mein Maximalpuls dabei tiefer als wenn ich in der selben Zeit mit dem motorlosen Rad fahre.

Warum das Wheeler? Es bietet die Möglichkeit, doch mal in 35-40 Minuten zuhause zu sein!

Kurzübersicht:

  • 4.400km Plattfuß
  • 5.000km Pneu hinten (der vordere ist nach 12.500km noch in Ordnung)
  • 6.900km Kette gerissen, neues Kettenschloss verbaut
  • 7.000km Risse in der Felge
  • 7.300km neue Felge hinten wegen kleinen Rissen bei den Speichenlöchern
  • 8.500km Kette und Ritzelpaket getauscht (wollte eine feinere Abstufung, die Ritzel waren noch nicht hinüber)
  • 8.850km hinten neue Bremsbeläge

Melder Allkurradler zeigt in seinem Erfahrungsbericht besonders deutlich, wie schwer es ist, das richtige S-Pedelec für seine Anforderungen und die Strecke zu finden, zwischen den Modellen liegen teilweise Welten – in Sachen Power, Ausstattung und Preis! Auch ein Stromer ST2 hat er kurz getestet, doch aufgrund des aufgerufenen Preises war das gar keine Option.

Vielen Dank für deine Erfahrungen Allkurradler, ich wünsche dir weiterhin allzeit gute Fahrt!

Aktuelle Kilometerstände der BionX Motoren

Weitere 10.000km+ Erfahrungsberichte von (S-)Pedelecs mit Nabenmotor:
Simplon Kagu ERA10 (2014) mit Alber NeoDrive
Eigenbau Fully (2014) mit Puma/MAC

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3 Gedanken zu “Allkurradlers Wheeler E-Eagle Speed mit BionX-D (10.000km+)

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