Nixauto’s Giant Dirt-E +1 mit Yamaha PW (Quick&Dirty)

Nixauto (#153) ist bereits seit April 2017 Melder im Pedelecmonitor. Nach nur 12 Monaten Freizeitnutzung katapultiert er den Kilometerstand seines 2017er Hardtails auf 5.000km und vollendet mit seinem Erfahrungsbericht die Giant Yamaha PW „Quick&Dirty“ Serie von Explore, Quick und Dirt. Vom Kauf über Umbauten bis zur Sache mit dem Motorknarzen – Nixauto schildert positives als auch negatives, die Fotos sind authentisch (das Bike wird nun mal dreckig!).

Das E-MTB ist für mich ein Sport- und Spassgerät, ich nutze es überwiegend in meiner Freizeit auf Forst- und Feldwegen bzw. S0 und S1 Trails.

Zum Fahrrad: Ich habe das Rad im Oktober 2016 bei einem ortsnahen Händler erstanden. Nach ein paar Probefahrten mit verschiedenen Antriebsystemen war mir der Yamaha Motor mit dem 2-fach Kettenblatt im Vergleich zum Bosch Motor sehr viel sympatischer und kam den gewohnten Schaltungen an meinem Rennrad und Trekkingrad am Nächsten. Die Entscheidung zwischen Haibike Sduro oder Giant fiel nach einer Probefahrt. Das Giant Dirt-E gefiel vor allem durch die optisch gute Akkuintegration im Rahmen und die Geometrie passte einfach perfekt.

Die Schaltung schaltet sauber und direkt, der Motor ist quasi sofort da, wenn etwas Druck auf dem Pedal liegt. Das Handling das Rades selber ist straff und sportlich.

Die verbauten Shimano Scheibenbremsen sind kräftig, faden nicht und fangen auch nicht an zu quietschen beim Bremsen, es sei denn der Belag ist schon abgefahren – (Anmerkung: Nixauto verwendet nur die empfohlenen Shimano B01S Resin Beläge) . Für extremen Einsatz mögen die Scheiben etwas zu klein dimensioniert sein, in meinem Einsatzbereich und auch für mein Gewicht ist das aber kein Problem. (Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier)

Ersatz- und Anbauteile:

  • Nach ein paar schmerzhaften Blessuren auf holprigen und steinigen Waldpisten wurde der Sattel durch einen Ergon SMC3 MTB ersetzt.
  • Später kam noch eine Thudbuster LT dazu.
  • Austausch der originalen Pedale gegen Wellgo Plattform/Klick-Pedale
  • Monatge eines Zefal Schmutzfänger vorn und eines SKS Grand D.A.D. hinten
  • Ein SKS MudX an der Sattelstütze hält neuerdings den gröbsten Dreck vom Motor und dem vorderen Umwerfer ab.
  • Für die Beleuchtung habe ich am Lenker eine Erweiterung montiert, hier findet dann die StVZO konforme Akkuleuchte und eine SunStorm für’s Gelände Platz.

Die Sache mit dem Knarzen: Bei etwa 3.800km begann der Motor mit leichtem Knacken und Mahlen ungewohnte Geräusche von sich zu geben, zunächst eher unauffällig, dann aber immer deutlicher. Das Geräusch trat aber nur auf , wenn der Motor unter Last war, beim Fahren ohne Motorunterstützung war nichts zu hören […].

Es stellte sich heraus, daß Dreck in den Motorsitz eingedrungen war und immer wenn der Motor sich unter Last etwas in seiner Lagerung verwand, kam es zu dem Knarzen. Nach Reinigung des Motorsitzes war das Problem komplett behoben. […] Für die Fehlersuche habe ich eine Arbeitsstunde zu 30 € bezahlt. Da war mein Händler sehr fair. Ich konnte ihm ja das Verhalten genau beschreiben und er es auf der Probefahrt auch sofort reproduzieren.

Wartung und Verschleißteile:

  • 600km: Bremsbeläge gewechselt (danach immer je nach Bedarf)
  • 1.000km: erste Inspektion
  • 2.000km: Kette gewechselt
  • 3.000km: Hinterreifen gewechselt, die Stollen waren fast weg
  • 4.000km: Kassette gewechselt
  • 4.100km: Reinigung des Motorsitzes
  • 5.000km: Bremsbeläge wechseln steht wieder an (Shimano B01S Resin)

Da ich die Verschleißteile problemlos selber wechseln kann, hält sich er der finanzielle und zeitliche Aufwand für mich in Grenzen. Das Rad wird aber auch ganz anders gefordert, nicht nur durch den Motor, sondern auch durch artgerechten Einsatz.

Im Vergleich zum Trekking oder Rennrad ist der Verschleiß doch um einiges höher.

153_Nixauto_Lebensdauer

Fazit: Die Entscheidung zum Giant Dirt-E +1 war goldrichtig, denn ich hatte noch nie soviel Spass mit einem Rad. Man kann mit einer Leichtigkeit Rampen hochfahren, die motorlos nur Quälerei wären. Sowas wäre ich früher nie gefahren. Das öffnet ganz neue Möglichkeiten und Strecken.

Nixauto habe ich im Pedelecforum gefunden und zum Mitmachen überzeugt. Mit anfänglich unter 2.000km im April hat er kontinuierlich seinen Kilometer pro Monat gesteigert – er ist Freizeit-Radler wohlgemerkt!

Durchschnitt_pro_Monat

Seine Erfahrungen mit den Bremsbelägen, Austausch der Shimano B01S Resin alle 600-800km, decken sich so ziemlich mit denen, die ich mit meinem Focus Hardtail gemacht hatte, man kommt mit dem Tauschen kaum hinterher!

Vielen Dank für deinen Beitrag und die Fotos Nixauto. Allzeit gute Fahrt.

Aktuelle Kilometerstände der Yamaha Motoren

Weitere Quick&Dirty Erfahrungsberichte:
Giant Explore E+0 (2017) mit Yamaha PW
Giant Quick-E+ (US 2017) mit Yamaha PW (englisch)

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3 Gedanken zu “Nixauto’s Giant Dirt-E +1 mit Yamaha PW (Quick&Dirty)

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