Alex‘ Focus Crater Lake (IMPULSE2.0)

Inbetriebnahme (März 2015)

Nach Vergleich der Anforderungen mit den infrage kommenden Modellen kam das Focus Crater Lake 2.0 mit Impulse Mittelmotor-Antrieb der 2. Generation in die engere Wahl. Der Antrieb wurde als leistungsstärkere Weiterentwicklung des zuverlässigen Impulse 1.0 Antriebes angepriesen.

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Focus Crater Lake Impulse2.0 (hier ohne Schmutzfänger)

Die Kaufkriterien kurz zusammengefasst:

  • 40 – 50 Kilometer pro Tag Pendelstrecke im Sommer und Winter
  • Der Akku sollte nach 4 Jahren immer noch Reichweiten von 50km ermöglichen
  • Eine Lichtanlage und Schutzbleche sind erforderlich
  • Eine angemessene Bereifung, denn es wird auch auf Wald- und Feldwegen gefahren
  • Ein Gepäckträger ist wünschenswert
  • Möglichkeiten zur Anbringung eines Römer Kindersitzes und einer Weberkupplung
  • Es sollte auf vier Jahre gesehen nicht teurer sein als die Fahrkarte für den ÖPNV
  • Die Antriebskomponenten sollten mindestens 28.000 Kilometer halten
  • Das Eigengewicht von 85 kg und ein Anhänger mit zwei Kindern müssen den Berg hochkommen können

Die Ausstattung des Pedelecs entsprach bis auf den fehlenden Gepäckträger vollständig den Anforderungen. Die Fahrt vom Händler nach Hause war grandios. Keine Angst vor Steigungen, kein Schwitzen. Die Straße vor der Haustür mit 15% Steigung ging es mehrmals rauf und runter. Der Motor packt bei Antritt zu und hat bis 27km/h eine kraftvolle Unterstützung. Der Beginn der Unterstützung ist ruckartig und auch der Übergang bei 27km/h zur Nicht-Unterstützung ist klar spürbar. Die Unterstützungsmodi können bequem über eine Bedieneinheit am linken Griff gewechselt werden. Der Clou ist, dass diese Einheit blau beleuchtet ist. Der Motor ist kraftvoll und besitzt eine angenehme Geräuschkulisse.  Es ist kalt im März 2015.

Zwischenbericht 600km (April 2015)

Am ersten Wochenende gab es eine 2-stündige Waldausfahrt. Danach quietschte der Motor im Power-Modus sehr laut. Nach 120km ging das Rad zum Händler, der Motor wurde eingeschickt, ein neuer Motor kam zurück, selbstverständlich ein Garantiefall – Ursache: Lagerschaden.

Die Lichtanlage arbeitet über einen Radnabendynamo im Vorderrad. Der Frontscheinwerfer gibt ein sehr helles Licht mit einer breiten Ausleuchtung. Das Rücklicht ist aus den meisten Blickwinkeln gut erkennbar, doch teilweise kann es von den Reifen verdeckt werden.

Inspektion 17.03.2015 121 km
Motorwechsel (121 km / 1.650 Hm) 121 km

Als Ersatzrad gab es für 4 Tage bzw. 145km ein Raleigh Stoker X5 mit Hecknabenmotor.

Zwischenbericht 1.600km (Mai 2015)

Ab 822km gesellt sich beim zweiten Motor ein knackendes Geräusch zum Treten, insbesondere wenn die linke Pedale zwischen 10 und 12 Uhr steht. Auch bei ausgeschaltetem Motor ist dieses Verhalten reproduzierbar.

Bei 1.227km ist dann die Ursache für das Knacken gefunden. Der Zahnkranz am Tretlager sitzt locker und eiert. Einen Tag später bricht die rechte Pedale entlang der Drehachse. Noch eine Woche später verweigert das Rücklicht die Standlichtfunktion.

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Die hier dargestellten angemessenen Pedalen aus Metall wurden nach 1.600km verbaut.

Bei der Inspektion wurden der Zahnkranz am Motor und das Rücklicht im Rahmen der Gewährleistung getauscht. Ein angemessener Satz Pedalen aus Metall kostet 35 Euro extra.

Bremsbelag vorn (665 km / 7.830 Hm) 665 km
Bremsbelag vorn (562 km / 5.510 Hm) 1.227 km
Bremsbelag hinten (1.227 km / 13.340 Hm) 1.227 km
Rücklicht (2,5 Monate) 1.450 km
Inspektion 30.05.2015 1.597 km
Zahnkranz am Motor (1.597 km) 1.597 km
Pedale aus Metall 1.597 km

Ein Ersatzrad war nicht nötig.

Zwischenbericht 2.800km (August 2015)

Eine Premiere war der Betrieb mit Anhänger in die Stuttgarter Innenstatt. Obwohl 2 Kinder und Gepäck verstaut waren, zog der Motor recht unbeeindruckt die Last jeden Berg ohne Schwierigkeiten hoch.

Mittlerweile sind auch Fehler im Konzept des Rades erkennbar. Die Kette schlägt im Gelände und bei Schlaglöchern und Bordsteinkannten auf die untere Strebe des Hinterbaus. Die Lackierung ist weg, das blanke Metall ist zu sehen.

Ab Mitte Juni wurde mit jedem weiteren Tag das Knacken im Tretlagerbereich lauter. Dazu kam ein häufiges sehr lauten Knacken, dass bis in die Pedalen spürbar war, mal rechts und häufiger links.

Bei der dritten Inspektion wurde die 10-fach Kassette am Hinterrad im Rahmen der Gewährleistung getauscht. Die beiden kleinsten Zahnkränze waren locker und ließen sich sehr leicht mit der Hand verdrehen. Die Motorschrauben wurden nachgezogen.

Bremsbelag vorn (873 km / 9.660 Hm) 2.100 km
Bremsbelag hinten (873 km / 9.660 Hm) 2.100 km
Inspektion 01.08.2015 2.800 km

Ein Ersatzrad war nicht nötig.

Zwischenbericht 3.400km (Oktober 2015)

Nach der Inspektion kam noch das vom ersten Motor bekannte quietschen im Power-Modus, welches mit jedem Tag intensiver wurde, bis es auch im Sport-Modus wahrnehmbar war. Dennoch lief der Motor kraftvoll und unterstützte ohne Murren. Als die Standlichtfunktion des Rücklichts wieder den Dienst verweigerte und der Motor bei Bergauf Fahrten nur noch knackte, quietschte, brummte und vibrierte wurde bei 3.300km wieder die Werkstatt aufgesucht.

Das Rad wurde komplett zu DerbyCycle eingeschickt und kam nach 4 wöchiger Reparatur mit einem neuen oder reparierten oder sogar dem selben nicht reparierten Motor zurück. Dazu gab es keine genauen Informationen. Außerdem wurden der Zahnkranz am Motor, die Kette und das Rücklicht im Rahmen der Gewährleistung gewechselt.

Die Probefahrt des Händlers nach der Rücksendung seitens DerbyCycle war ernüchternd. Der Motor brummt und quietscht. Ein neuer Motor muss bestellt werden. Nach einer weiteren Woche war der 3. Motorwechsel vollzogen.

Reifen hinten / Racing Ralph (2.800 km) 2.805 km
Bremsbelag vorn (700 km / 8.180 Hm) 2.805 km
Rücklicht (3 Monate) 3.259 km
Inspektion 12.09.2015 3.300 km
Kette (3.300 km) 3.300 km
Zahnkranz am Motor (1.703 km) 3.300 km
Motorwechsel (3.181 km / 36.050 Hm) 3.300 km
Motorwechsel (0 km / 0 Hm) 3.300 km

Als Ersatzrad gab es für 35 Tage bzw. 1.054km ein Raleigh Stoker X5 mit Hecknabenmotor. Nach 2 Wochen wurden daran Kindersitz und Kupplung montiert, weil es ohne eigenes Rad und die gewöhnlichen alltäglichen Gegenstände kein annehmbarer Zustand war.

Die Probefahrt nach der Reparatur Mitte Oktober 2015 war dafür eine echte Überraschung. Kein Knacken oder Quietschen. Die Schaltung arbeitete präzise. Im Vergleich zu den ersten beiden Motoren war der neue wesentlich leiser und unauffälliger und dennoch gewohnt stark.

Zwischenbericht 5.000km (Januar 2016)

Es macht wieder richtig Spaß zu fahren. Dabei ist es egal, ob es die tägliche Pendelstrecke mit den 500 Höhenmetern ist, die Freizeitfahrten mit Hund oder die Fahrten als Zugmaschine mit leerem oder vollem Anhänger. Es fährt, es bremst, es leuchtet, es schaltet hervorragend.

Ende November konnte nach dem Einschalten auf einmal keine Verbindung zwischen Motor und Bedieneinheit bzw. Display hergestellt werden. Die Kalibrierung lief minutenlang. Ursache für die sporadisch auftretenden endlosen Kalibrierungen war ein gelöster Stecker im Motorinnern.

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Die XT-Schaltung arbeitet nach 3.000km endlich zuverlässig, ohne sich zu verstellen.
Bremsbelag vorn (632 km / 7.800 Hm) 3.432 km
Bremsbelag hinten (1.332 km / 15.980 Hm) 3.432 km
Bremsbelag vorn (877 km / 11.580 Hm) 4.309 km
Bremsbelag hinten (877 km / 11.580 Hm) 4.309 km
Reifen hinten / Racing Ralph (1.633 km) 4.433 km
Bremsbelag vorn (664 km / 7.660 Hm) 4.973 km
Inspektion 29.12.2015 4.974 km

Als Ersatzrad gab es für 4 Tage bzw. 120km ein viel zu kleines und schwaches KTM Vitero mit Panasonic Hecknabenmotor. Danach gab es für weitere 4 Tage bzw. 149km ein nur etwas zu kleines Pegasus Solero E8 mit Bosch Active Mittelmotor.

Zwischenbericht 8.500km (September 2016)

Nach dem Winter fiel auch auf, dass die Bremsen im Vergleich zum Sommer und Herbst 2015 nicht mehr so bissig waren. Nach gelegentlichen Schnellkäufen von Bremsbelägen verschiedener Hersteller wurde ein Vorrat der Shimano BS01 Beläge angelegt. Obwohl die Langlebigkeit im Vergleich zu anderen Herstellern geringer ist, ist das gesamte Konzept doch besser. Sie bremsen sehr gut und vor allem bremsen sie leise.

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Keine XT-Ausstattung! Bremsscheiben vorn 180mm und hinten 160mm

Doch ab Mitte Juni ab ca. 7.000km kam es dafür geballt. Beim Anfahren kracht es häufig bis in die Pedalen. Kurzzeitig fällt dabei die Unterstützung aus. Gelegentlich tritt man beim Anfahren für einen ca. 35 Grad Winkel ins Leere. Zweimal konnten Stürze mit Kind auf dem Klappsitz Gott sei Dank verhindert werden. Begleitet wurde das Ganze durch eine kontinuierlich mit der Rotation des Tretlagers knackende Geräuschkulisse. Mitte Juli kommt das Pedalknacken alle 500m, pro Tag tritt man 2-4 mal ins Leere.

Wenige Tage später ist auch die erste Folge zu sehen. Der Freilauf ist defekt. Die Pedalen können in alle Richtungen gedreht werden, der Motor dreht stets mit.

Bremsbelag hinten (1.117 km / 13.645 Hm) 5.426 km
Bremsbelag vorn (888 km / 10.545 Hm) 5.861 km
Bremsbelag hinten (560 km / 6.410 Hm) 5.986 km
Bremsbelag vorn (533 km / 6.850 Hm) 6.394 km
Bremsscheibe vorn (6.394 km / 75.395 Hm) 6.394 km
Reifen vorn / Racing Ralph (6.394 km) 6.394 km
Bremsbelag hinten (489 km / 6.000 Hm) 6.475 km
Bremsscheibe hinten (6.475 km / 76.145 Hm) 6.475 km
Bremsbelag vorn (609 km / 7.650 Hm) 7.003km
Rücklicht (8,5 Monate) 7.054 km
Bremsbelag hinten (702 km / 9.050 Hm) 7.177 km
Bremsbelag vorn (427 km / 6.000 Hm) 7.430 km
Reifen hinten / Nobby Nic (3.413 km) 7.846 km
Bremsbelag hinten (669 km / 8.300 Hm) 7.846 km
Bremsbelag vorn (779 km / 10.450 Hm) 8.209 km
Inspektion 09.08.2016 8.534 km
Kassette (5.734 km) 8.534 km
Kette (5.232 km) 8.534 km
Zahnkranz am Motor (5.232 km) 8.534 km
Motorwechsel (5.184 km / 65.385 Hm) 8.534 km

Während des Sommerurlaubs wurde das Rad in die Werkstatt gebracht. Im Rahmen der Gewährleistung wurden Motor und Rücklicht getauscht. Die Bremsen wurden entlüftet, da gefühlt die Bremsleistung nachließ. Ein Ersatzrad war während dieser Zeit nicht nötig.

Zwischenbericht 9.400km (Oktober 2016)

Inzwischen gibt es begründete Zweifel an der Zuverlässigkeit und der Robustheit des Motors. Eine Recherche im deutschen Pedelecforum ergab, dass die Probleme häufiger auftreten und es wird vermutet, dass entweder ein konstruktiver Mangel oder eine mangelnde Qualität in der Fertigung vorliegen. Es liegt nicht am eigenen Fahrstil!

Zur Überraschung wurde der Motor nur repariert und nicht durch einen neuen ersetzt. Laut Daum wurden präventiv Bauteile im Motorinnern getauscht und durch robustere ersetzt. Gratis gab es vermutlich als Wiedergutmachung eine komplette Kettengarnitur mit Zahnkranz und Kassette dazu. Die ersten Meter zeigten, dass auch Softwareseitig Veränderungen durchgeführt wurden. Im Eco- und Sport-Modus scheint mehr Drehmoment zur Verfügung zu stehen. Begründet werden kann diese Vermutung durch das Befahren einer Steigung, die sonst nur im Sport-Modus bei 27km/h bewältigt werden konnte, nun auch im Eco-Modus bei 27km/h befahrbar ist. Allerdings scheint es im Power-Modus bei maximaler Unterstützung keine Veränderung zu geben.

Das mulmige Gefühl, das der Motor schon wieder ausfallen kann, fährt permanent mit. Extrem sensibilisiert auf jegliche Geräusche aus der Motorgegend will beim Fahren keine rechte Freude mehr aufkommen. Zu Recht wie sich schnell erwies. Am zweiten Tag nach der Reparatur fing der Motor bei einer langen Steigung in Esslingen bereits an zu brummen und zu vibrieren. Einen Tag später gesellte sich zum Brummen auch ein leises Quietschen, bekannt von dem ersten und zweiten Motorschaden. Da die Teile nun robuster sein sollten, wurde weitergefahren, eventuell geht es ja nach einer gewissen Einfahrzeit wieder weg?

Drei Wochen später, also Ende September 2016 wurde die Theorie mit der Einfahrzeit und dem Verschwinden verworfen. Es quietscht mittlerweile in allen Unterstützungsstufen, jedoch ist kein Drehmomentverlust spürbar. Die Geräuschkulisse ist bergauf so laut, dass eine Klingel am Rad völlig unnötig ist.

Ein Anruf beim Händler mit einer Live-Hörprobe am Telefon bestätigt, dass da etwas nicht stimmt. Noch eine Woche Kundenbesuche mit Anhänger, so lange muss der Motor noch halten. Beim Putzen kurz vor der Abgabe in der Werkstatt fiel auf, dass die Hinterradfelge an drei Stellen Risse hat.

Bei der Fahrradabgabe beim Händler wird entschieden, dass ein Rücktritt vom Kaufvertrag sinnvoll ist. Fünf Motorwechsel in 19 Monaten! Wie soll das nach Ende der Gewährleistung weitergehen? Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Die anderen Gewährleistungsfälle wie Rücklicht und Hinterradfelge sind da nur das I-Tüpfelchen.

Bremsbelag hinten (1.063 km / 14.380 Hm) 8.909 km
Bremsbelag vorn (700 km / 8.980 Hm) 8.909 km
Inspektion 08.10.2016 9.391 km

Dies ist dann sozusagen der Abschlussbericht. Das Pedelec hat viel Freude gemacht, aber auch für jede Menge Frust gesorgt.

Das Motorkonzept von Daum (Impulse 2.0) ist hinsichtlich Langlebigkeit und Zuverlässigkeit durchgefallen. Es gibt ganz klar keine Kaufempfehlung für dieses Antriebssystem.

Die Akkus hingegen haben sehr zuverlässig auch bei Kälte gearbeitet. Nach 19 Monaten könnte ein geringer Kapazitätsverlust vermutet werden, doch es gibt zu viele Faktoren, u.a. Wahl der Unterstützungsstufen, Außentemperatur, Softwareanpassungen, die Einfluss auf den Energieverbrauch haben und somit den Verbrauch pro Pendelstrecke variieren können.

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Kilometerstand bei Rücktritt vom Kaufvertrag

Fazit

Mit dem Focus Crater Lake 2.0 war ich mir sicher, das richtige Fahrrad gekauft zu haben. Der Rahmen ist robust, die 29 Zoll Räder machen jeden Untergrund komfortabel, die Schaltungs- und Bremsenkomponenten entsprechen dem Stand der Technik. Das wirklich tolle ist das festgeschraubte Display und die beleuchtete Fernbedienung zum Unterstützungs-Modus-Wechsel am Lenker. Das Display war die 19 Monate absolut wasserdicht und ist nie von innen beschlagen. Der Akku erweist sich als solide und langlebig. Eine Kapazitätsabnahme konnte ich nicht feststellen.

Die einzigen Schwachpunkte sind zum einen die billige Klingel und die billigen Pedale aus Kunststoff, die im Gesamteindruck die Wertigkeit mindern. Pedale aus Metall sind ein Muss für ein Mountainbike!

Das Pedelec wurde überwiegend zum Pendeln benutzt. Darüber hinaus wurden alltägliche Fahrten wie zum Beispiel in die Innenstadt, zum Einkaufen, zum Kindergarten oder mit dem Hund durch die Obstwiesen und Wälder gemacht. Von den 9.400 km waren etwa 360 km im Anhängerbetrieb mit Teil- oder Vollbeladung.

Bis auf eine Reifenpanne wegen einer scharfen Bordsteinkante gab es mit Reifen und Schläuchen keine Probleme, die Schutz Einlagen im Mantel schützen den Schlauch gut vor Dornen und Scherben, sodass die Reifen meist bis an die Verschleißgrenze gefahren werden konnten.

Die Risse in der Hinterradfelge kann ich nicht nachvollziehen. Den harten Geländeeinsatz und Sprünge von Bordsteinkanten oder Treppen hat das Pedelec nicht erlebt. Stürze oder Unfälle gab es auch nicht.

Die verbauten Beleuchtungskomponenten sind bis auf das Rücklich gut und empfehlenswert. Die Ausleuchtung des Scheinwerfers bei Dunkelheit ist hervorragend. Der dreimal aufgetretenen Defekt der Standlichtfunktion hinten spielt in einer beleuchteten Stadt sicherlich eine untergeordnete Rolle und wäre nicht erwähnenswert, doch im ländlichen Bereich stellt es ein Sicherheitsrisiko dar, wenn man sich auf seine Beleuchtung auf dunklen Landstraßen und Nebenwegen verlassen muss.

Wenn der Motor funktionierte hat er doch kraftvoll alles, was auf und hinter dem Pedelec saß und befestigt war, den Berg hochgezogen. Auch partielle Steigungen von 20% konnten problemlos mit nur geringem Kraftaufwand gemeistert werden.

Wie bereits erwähnt ist das Motorkonzept von Daum (Impulse 2.0) hinsichtlich Langlebigkeit und Zuverlässigkeit durchgefallen. Es gibt ganz klar keine Kaufempfehlung für dieses Antriebssystem.

Ohne kompetente Händler wäre dieses Projekt bereits nach wenigen Monaten gescheitert. Danke an Herr Wede von Garten- und Fahrradtechnik Dietrich in Esslingen. Egal welches Problem auftrat, es wurde ernst genommen. Es wurde der direkte Kontakt mit DerbyCycle gesucht, um Probleme und Kundenfeedback an richtiger Stelle an den Hersteller zurückzuspielen und ein Lösung zu finden. Danke.

Die aufgetretenen Motorprobleme waren das große Manko an dem Pedelec. Es wurden vier Versuche unternommen, einen soliden und langlebigen Motor einzubauen. Am vierten Motor mit 5.000 Kilometern bis zum Freilaufschaden hatte ich noch die meiste Freude. Die erreichten Laufleistungen des ersten, zweiten und fünften Motors sind einfach nur peinlich für so einen großen Hersteller. Über den dritten Motor kann ich leider nichts sagen.

 

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